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17.08.2015

UPD: Protest gegen Neuvergabe geht weiter

Paritätischer NRW stellt Musterschreiben zur Verfügung

Der Paritätische in Nordrhein-Westfalen hat einen Musterbrief für den Protest gegen die Pläne zur Vergabe der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) an ein privates Callcenter entwickelt. Das Schreiben soll an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, gerichtet werden. Mit einer Entscheidung sei innerhalb der nächsten Wochen zu rechnen, heißt es in einer Mitteilung des Paritätischen NRW. Diese Zeit solle genutzt werden, um den öffentlichen Protest zu stärken.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät seit 2006 mit insgesamt 21 Beratungsstellen – drei davon unter dem Dach des Paritätischen NRW (Bielefeld, Köln und Dortmund) kostenfrei, neutral und unabhängig rund um das Thema Gesundheit und hilft damit Patienten und Patientinnen ihre Rechte durchzusetzen. Der Spitzenverband der Krankenkassen und der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, beansichtigen nun, diese gesetzlich verankerte Beratung an ein privates Unternehmen zu vergeben, das bisher bereits als Dienstleister der Krankenkassen gearbeitet hat.

Die Träger der bisherigen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) haben am 21. Juli Widerspruch vor der Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt gegen den angekündigten Zuschlag ab 2016 an das private Unternehmen eingelegt. Eine von einer Privatperson im Internet gestartete Online-Petition "Bewahren Sie die Unabhängigkeit der Patientenberatung Deutschlands (UPD)" auf der Plattform change.org hat bereits mehr als 20.000 Unterzeichner.

Quelle: Paritätischer NRW

Weitere Informationen: www.fuer-unabhaengige-patientenberatung.de