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22.11.2018

Erweiterung des Neugeborenen-Screening um Test auf Spinale Muskelatrophie wird geprüft

Gemeinsamer Bundesaussschuss hat Antrag der Patientenvertretung angenommen

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat im heutigen Plenum den Bewertungsantrag der Patientenvertretung zur Erweiterung des Neugeborenen-Screenings um den Test auf Spinale Muskeatrophie angenommen. Die Patientenvertretung beschreibt die Antragsannahme in ihrer Pressemitteilung als "einen ersten wichtigen Schritt zu einer Verbesserung in der Früherkennung bei Neugeborenen". Im nächsten Schritt prüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen die wissenschaftlichen Daten.

Die seltene, vererbbare Nervenerkrankung Spinale Muskelatrophie führt bei Betroffenen unbehandelt zum fortschreitenden Abbau von Nervenzellen. Die Erkrankung beginnt im Säuglingsalter und kann durch Ersticken oder Atemlähmung tödlich enden. Durch eine Erweiterung des Neugeborenen-Screenings böte sich die Chance, Betroffene vor dem Auftreten der ersten Symptome zu erkennen und diese medikamentös zu behandeln, um die Nervenschäden zu verlangsamen oder sogar aufzuhalten.

Quelle: Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss