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Berlin: 30.10.2017

Autonomie der Selbsthilfe

Veranstaltung von SEKIS Berlin und NAKOS

Wahrung von Selbstbestimmung und Vermeidung von Interessenkonflikten

Die Gemeinschaftliche Selbsthilfe in Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen ebenso wie die professionelle Selbsthilfeunterstützung in Selbsthilfekontaktstellen haben in den letzten Jahren große Anerkennung für ihre Arbeit erfahren. Die damit einhergehende Zunahme an Aufgaben und ihre stärkere Einbindung in Gremien der gesundheitlichen oder sozialen Versorgung stellt die Selbsthilfe aber auch vor große Herausforderungen an ihre Organisation und Ausstattung.
Um die vielfältigen Aufgaben realisieren zu können, sind finanzielle Mittel erforderlich, die nicht immer ausreichend verfügbar sind. Neben Mitgliedsbeiträgen und Fördermitteln von der öffentlichen Hand und von den Krankenkassen werden zum Teil auch Spenden und Sponsoringmittel eingeworben.

Die Förderung der Selbsthilfe durch Wirtschaftsunternehmen – insbesondere von Arzneimittel- und Medizinprodukte-Unternehmen sowie Hilfsmittelherstellern – werden im Feld der Selbsthilfe und auch darüber hinaus öffentlich diskutiert. Liegt eine große Nähe zwischen dem Krankheitsbild einer Selbsthilfegruppe oder -organisation und den Produkten eines fördernden Unternehmens vor, wird die Gefahr einer unerwünschten Einflussnahme durch das fördernde Unternehmen auf die Meinungsbildung und auf Informationsmedien der Selbsthilfe gesehen: Es könnten Interessenkonflikte entstehen. Die Selbsthilfe ist deshalb gefordert, die Annahme solcher Gelder sorgfältig zu prüfen, transparent zu behandeln und eventuell auch abzulehnen.

Wann? Montag, 30. Oktober 2017 15.00 - 18.00 Uhr
Wo? SEKIS | Bismarckstr. 101 | 10625 Berlin
Wer? Leitung Ursula Helms – Geschäftsführerin der NAKOS und stellv. Sprecherin der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss
Kosten: keine

Wir bitten um schriftliche Anmeldung per Email an wassink@sekis-berlin.de

Informationen telefonisch unter 030 / 890 285 37